Auf der „Via Belgica“ (der heutigen Aachener Str.) findet sich mitten in Köln-Weiden ein fast unbekannter archäologischer Schatz: Das Weidener Römergrab. Die Grabkammer aus der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. wurde im Jahre 1843 entdeckt und ist eine der besterhaltenen und eindrucksvollsten Grabanlagen aus römischer Zeit.

Eine reiche Gutsfamilie bestattete dort ihre verstorbenen Angehörigen. Mit dieser Anlage dokumentierten die Gutsbesitzer nicht nur ihren Reichtum, so setzten sie sich selbst und ihren Angehörigen auch ein Zeichen bleibender Erinnerung: Die Verstorbenen in römischer Zeit blieben im Gedächtnis der Nachwelt unsterblich.

Die Grabkammer zeigt einerseits vielfältige Einblicke in die damaligen Vorstellungen über das Jenseits, das Bestattungswesen, den Totenkult und die Grabkunst. Andererseits erzählt sie aber auch viel über die Lebenden der Zeit.

Vielen Kölnern ist die Existenz des Römergrabes immer noch unbekannt, so gründete sich 2017 der gemeinnützige Verein Römergrab Weiden e.V. um die Grabkammer nach langer Zeit für die Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. Auch ist ein umgestalteter und attraktiver außerschulischer Lernort durch das Engagement des Vereins entstanden.

Die Führung durch die Grabkammer wurde im Rahmen der „Lindenthaler Impulse“ angeboten und wurde von Herrn Prof. Dr. Heinz Günter Horn (Vorsitzender des Fördervereins Römergrab Weiden e. V.) durchgeführt.

Die folgenden Bilder zeugen von der Faszination der unterirdischen Grabkammer.

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