Die Geschichte Lindenthals ist geprägt von einer Vielzahl an Hofgütern, Dörfern und Weilern (wie z.B. Kriel, Deckstein, Hohenlind und Melaten). Ein Großteil des heutigen Stadtteils gehörte bis 1888 zur Bürgermeisterei Efferen und erst danach zur Stadt Köln.

Auf der Karte sind die noch heute bestehenden Anwesen bzw. Orte erkennbar: Weissehauß (Weißhaus), Klettenberg, Kreyll (Kriel) und Malaten (Melaten).

Das Weißhaus ist heute ein mittelalterliches Wasserschloss im Stadtteil Sülz und findet erstmals 1468 Erwähnung. Die eigentlichen Eigentümer des Grundstücks waren Äbte der 957 gegründeten Benediktinerabtei St. Pantaleon. Klettenberg, dessen Name sich von einem Fronhof ableitet, findet im Jahre 1225 erstmals Erwähnung und gehörte ebenfalls zu der Benediktinerabtei St. Pantaleon. Der Krieler Dom (Alt St. Stephan, auch Krieler Dömchen genannt) ist die älteste Kirche in Lindenthal und nach St. Gereon die zweitälteste in Köln. Der Melaten Friedhof ist der heutige Zentralfriedhof von Köln und wurde 1243 erstmals urkundlich erwähnt. Die auf dem Gelände befindliche Kapelle St. Maria Magdalena und Lazarus wurde 1245 durch den Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden geweiht und ist somit drei Jahre älter als der Kölner Dom.